In dieser zusammengefaßten Vortragsserie wird von Thomas Külken auf leicht verständliche Weise für Jedermann aufgezeigt, wie es zu einer Tyrannei und Diktatur der „Hygiene“ kommen konnte, wie die Menschlichkeit dermaßen in Verfall geraten konnte und welche sozialen Grundbedürfnisse der Mensch in Wirklichkeit hat. Die aus dem Geschilderten sich ergebenden verheerenden Folgen der staatlichen Willkür in allen Lebensbereichen, die wir ja nun alle erleiden, werden aufgezeigt und im Anschluß zeigt Thomas Külken auf, was eigentlich ein gesunder sozialer Organismus ist.
Dieser gesunde soziale Organismus muß den jetzigen Einheitsstaat in Verbindung mit Rechtsbruch und Wissenschaftsbetrug ersetzen, indem die Menschen dies wollen und dafür sorgen, dass das geschieht. Keine Regierung wird sich von selbst oder aus Einsicht in einen gesunden, menschenachtenden sozialen Organismus wandeln.
Der Mensch muß sich dazu selbst erziehen, um dies zu vollbringen:
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er muß sich mit diesen Wahrheiten auseinandersetzen,
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er muß sich die Grundlagen und das Wissen hierfür erarbeiten,
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er muß sich selbst einen gesunden Menschenverstand beibringen,
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sich die Grundlagen der Menschlichkeit beibringen,
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sich ein klares Urteilsvermögen heranbilden
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und die Einsicht und Bereitschaft entwickeln, daß nur Brüderlichkeit im Wirtschaften, also die Zähmung des Egos und das Aufgeben der Gier nach Profit ihn retten werden
Nur die eigene Selbsterziehung wird den Menschen erwachsen genug machen, damit er sich aus der menschheitsvernichtenten Sklaverei befreien kann. Das geht nur mit eigener Anstrengung.
Wenn wir Menschen wirklich und ernsthaft daran interessiert sind, eine Zukunft für die Menschheit zu gestalten, eine Fortbestand von echtem Leben und eine menschengemäße Lebensweise ermöglichen wollen, dann sollten wir endlich erwachsen werden wollen und das auch tun.
Ich habe die 6 Teile des Vortrages so zusammengefaßt, damit sie nicht unterbrochen werden durch Zusammenfassungen, Rückblicke und Ausblicke und habe, zur besseren Übersicht, Unterüberschriften eingefügt, die sich aus dem Text ergeben haben. Die Originaldateien findet man unter: https://t.me/kuelken_archiv/32
Vortragsreihe 1-6, Thomas Külken:
Im Namen der Hygiene reglementiert seit März 2020 der Staat alles soziale Leben – und das in einer Form, einem Ausmaß und einer Rücksichtslosigkeit, wie es die Welt noch nie gesehen hat. Kann es da noch mit rechten Dingen zugehen? Und was denn wären die rechten Dinge im sozialen Leben?
Bestandsaufnahme der „Neuen Normalität“ – Diktatur der Hygiene:
Was ist Hygiene? Zunächst einmal ist Hygiene die Lehre von der Erhaltung und Förderung der Gesundheit, und dann auch die praktische Anwendung dieser Lehre. Damit ist die Hygiene vorwiegend eine rein private Angelegenheit; denn es ist ja meine persönliche Entscheidung, ob ich mich dieser Lehre gemäß pflege, ernähre, bewege, ausruhe usw., oder ob ich das nicht tue. Nur in bestimmten Fällen ist die Hygiene auch eine soziale Angelegenheit, nämlich dann, wenn die Gesundheit anderer Menschen in erheblichem Maße gefährdet ist. So ist man z.B. dazu gekommen, gesetzlich zu regeln, wo wir unsere Exkremente lassen dürfen und wo nicht, und was dann mit ihnen weiter zu geschehen hat in Kläranlagen usw. Oder man hält es für sinnvoll, an Typhus erkrankten Menschen zu verbieten, in Gemeinschafts-Küchen zu arbeiten. Und damit sind wir auch schon im Sozialen angekommen.
Die gesetzlich verankerten oder staatlich verordneten Hygieneregeln wirken in das soziale Leben hinein. Darum kommt alles darauf an, dass diese Regeln so zustande kommen, dass sie zum Wohl und nicht zum Schaden der Menschen und der Gemeinschaft ausschlagen. Nun ist die Menschheit auf einer Stufe ihrer geistigen Entwicklung angekommen, wo Gesetze und Verordnungen nur dann zum Heil der Menschen und des sozialen Miteinanders ausschlagen, wenn sie – unter Achtung des unveräußerlichen Selbstbestimmungsrechtes aller Menschen – auf demokratischem Wege zustande kommen. Das bringt unser Grundgesetz in dem lapidaren Satz zum Ausdruck: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“. Das heißt: Wenn die Staatsgewalt als Regierung, als Exekutive, überhaupt in das Gesundheitsverhalten der Bürger eingreifen dürfen soll, dann ausschließlich aufgrund der von der Legislative demokratisch beschlossenen Gesetze. Und wirklich demokratisch kommen Hygieneregeln nur dann zustande, wenn die Menschen, die über diese Regeln abstimmen, sich vorab ein gründliches Verständnis für das zu regelnde Problem erarbeiten – dass sie alle Experten auf dem betreffenden Gebiet der Hygiene anhören und sich mit deren Einschätzungen und Ratschlägen auseinandersetzen – und das unter ständiger Einbeziehung von Rechtswissenschaftlern, die über die Vereinbarkeit der geplanten Regeln mit den Grundrechten wachen.
Besinnungsloser und undemokratischer Autoritätsglaube
Das alles aber geschieht so gut wie gar nicht; es geschieht weder in den Parlamenten, noch in der Bevölkerung und es geschieht selbst dort nicht, wo es allerspätestens zu geschehen hätte: in den Gerichten. Was sich stattdessen überall breit gemacht hat, das ist ein besinnungsloser und zutiefst undemokratischer Autoritätsglaube. Wenn eine wissenschaftliche Autorität uns im Auftrag der Regierung öffentlich ermahnt: „Diese Regeln dürfen nie hinterfragt werden; das sollten wir einfach so tun“, und es regt sich kein nennenswerter Widerstand von Seiten der Bevölkerung, kein Widerstand von Seiten der Legislative, kein Widerstand von Seiten der Judikative, dann ist der traurige Beweis erbracht, dass wir nicht nur keine Demokratie haben, sondern dass die Demokratie auch gar nicht gewollt ist. Und wenn die Demokratie nicht gewollt ist, dann ist auch die Menschlichkeit nicht gewollt. Der Mensch ist dem Menschen gleichgültig geworden!
In Familien und Kollegien, in Kliniken und Universitäten, in Parlamenten, Regierungen und Gerichten – überall bestimmen Fraglosigkeit, Empathielosigkeit und Gewissenlosigkeit das soziale Leben. Warum denn sonst kamen so wenigen Zeitgenossen Bedenken oder Skrupel, im Namen der Hygiene Alte und Kranke verwahrlosen zu lassen, Sterbende allein zu lassen oder Kindern irrationale Ängste und Schuldgefühle einzuimpfen mitsamt dem Irr-Glauben, sie seien potenzielle Mörder und von der Gesellschaft nur dann geduldet, wenn sie sich frag- und klaglos den Abstands-, Masken-, Test- und Impf-Torturen unterwerfen?
Wie kam es zum Verfall der Menschlichkeit?
Ich will hier nicht näher eingehen auf die diabolisch-raffinierte Propaganda, mit der dieser Verfall zuletzt systematisch auf die Spitze getrieben worden ist; das habe ich bei anderen Gelegenheiten ausgeführt. Vorbereitet aber wurde dieser Verfall über Jahrhunderte – durch die schrittweise Eingewöhnung der Menschen in das materialistisch-technokratische Menschenbild. Und zu diesem Zweck hat man den Menschenseelen etwas absolut Lebenswichtiges ausgetrieben – man hat ihnen das Staunen ausgetrieben. Wir haben das Staunen verlernt und mit dem Staunen das Entwickeln eines sicheren Gefühls für das Wesen, für das geistige Wesen der Dinge. Wenn wir nämlich über die Rätselhaftigkeit einer Sache staunen (und Gelegenheit dazu gibt uns ja im Grunde alles, was es auf der Welt gibt), dann geschieht etwas ganz Besonderes: Solange wir noch nicht urteilen, sondern nur staunen, breiten wir den unsichtbaren Leib, der unterbewusst unser Bewusstsein trägt, über die Sache aus. Und die unvorstellbare Weisheit dieses Unterbewussten ist es, die sich dann mit der Sache selbst, die wir bewundern, verbindet. Und sie verbindet sich nicht mit Details, sondern immer mit dem Wesen der Sache, mit ihrer Ganzheit!
Materialistisch – technokratisches Menschenbild: Treibe ihnen das Staunen aus, so treibst du ihnen das Geistige aus, ihre geistige Individualität und ihren Verstand
Ganzheitlichkeit erreichen wir in der Wissenschaft, in der Medizin und überhaupt im Leben niemals dadurch, dass wir alle Spezialwissenschaften in einem Hörsaal zusammenbringen. Ganzheitlichkeit erreichen wir nur dadurch, dass wir auf jedem Spezialgebiet das Staunen und das Interesse für den Menschen als solchen zur Voraussetzung und Grundlage unseres Fragens, Forschens und Erkennens machen. Unser Ober-Bewusstsein erfasst immer nur die Teile einer Sache. Darum ist es so wichtig, dass wir, bevor wir unsere Intelligenz auf eine Sache anwenden, erst unsere unterbewusste Weisheit über die Sache ausbreiten. Dadurch schafft sich in uns eine Gefühls- und Gemütsbasis, und in diese wird dann das Verständnis eingetaucht.
Das ist etwas ganz anderes, als wenn wir sofort mit dem Verstand abstrakt an die Sache herangehen; denn es bewirkt, dass wir dann insgesamt auf einer viel breiteren Basis des Verständnisses arbeiten. Ein vollsaftigeres Verständnis ist die Folge. Und fehlt uns diese Verständnis-Basis, diese Gemütsbasis, dann sind wir im Leben und in der Wissenschaft ohne konkrete Orientierung und müssen willkürliche Theorien darüber ausbilden, wie die Teile einer Sache wohl zusammenhängen. Und so blieben wir innerlich unverbunden mit der Wirklichkeit und verfielen dem modernen Aberglauben, dass alle Vorgänge in der Welt und auch alle leiblichen und seelischen Vorgänge im Menschen auf rein materiellen Ursachen beruhen – ja, dass sogar dasjenige, was uns zum Menschen macht: der Ausdruck unserer geistigen Individualität, unser Ich, dass sogar dieses Ich ein Produkt rein materiellgedachter Prozesse sei. Und das hat unter anderem dazu geführt, dass viele Menschen es heute tatsächlich bedenkenlos begrüßen, dass das soziale Leben und dass sogar die Medizin immer mehr so organisiert wird, wie man eine Konservenfabrik organisiert oder einen Feldzug.
Die drei sozialen Grundbedürfnisse des Menschen
Wir haben gesehen, dass bestimmte Probleme der Hygiene keine reine Privatangelegenheit sind und durchaus der sozialen Regelung bedürfen. Dass soziale Regelungen aber nur dann zum Wohl der Menschen ausschlagen, wenn sie auf demokratischem Wege zustande kommen. Dass die demokratischen Abläufe leider durch den allwaltenden Autoritätsglauben auf fatale Weise untergraben werden und dass dieser Autoritätsglaube so blind und so mächtig geworden ist, weil wir dasjenige verlernt haben, was uns mit der Realität verbindet: weil wir das Staunen verlernt haben, das uns unterbewusst mit der Ganzheit einer Sache verbindet. Unsere Intelligenz erfasst ja immer nur die Teile einer Sache.
Wenn wir aber, bevor wir den Verstand auf eine Sache anwenden, die Sache bestaunen, dann bildet sich in uns ein Gemütsboden, und in den pflanzen wir dann das Verständnis ein. Und die Folge davon ist, dass wir im Ganzen dann auf einer viel breiteren Basis des Verständnisses arbeiten. Weil diese Basis fehlt, werden einerseits die Zukunfts-Visionen, die die Autoritäten ausbrüten für das soziale Leben, immer abwegiger und menschenfeindlicher – und es wird andererseits der allgemeine Glaube an diese Zwangsvorstellungen immer absoluter.
1. Das Bedürfnis nach Wissen und Wissenschaft, nach Information, Bildung, Kunst, Religion
Durch das bewusst gepflegte Staunen entwickeln wir ein sicheres Gefühl für die Geistigkeit der Dinge. Und dieses Gefühl weckt das echte Bedürfnis nach Erkenntnis. Dieses ist das erste der drei sozialen Grundbedürfnisse: das Bedürfnis nach Wissen und Wissenschaft, nach Information, Bildung, Kunst, Religion usw. Das Bedürfnis nach Wissenschaft, Bildung, Kunst und Religion kann nur befriedigt werden durch ein Geistesleben, das sich absolut frei entfalten kann – äußerlich frei von staatlicher und wirtschaftlicher Einflussnahme, und innerlich frei, wofür jeder Mensch selbst zu sorgen hat.
2. Das Bedürfnis nach innerer und äußerer Sicherheit und insbesondere nach Schutz der individuellen Selbstbestimmung
Das Bedürfnis nach Sicherheit und individueller Selbstbestimmung wird garantiert durch Grundrechte und durch Gesetze, die auf demokratischem Wege zustande kommen und für jeden Bürger gleichermaßen gelten.
3. Das Bedürfnis nach einer wirtschaftlichen Lebensgrundlage
Das Bedürfnis nach einer wirtschaftlichen Lebensgrundlage wird befriedigt durch ein Zusammenwirken von Produzenten, Verbrauchern und Händlern auf der Basis der Brüderlichkeit – also des Altruismus und nicht des Egoismus.
Hier klingen die drei Prinzipien der Französischen Revolution an: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit:
Freiheit im Geistesleben, in allen Wissenschaften einschließlich der Rechtswissenschaft, Gleichheit im staatlichen, im Rechtsleben und Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben. Das ist die wichtige Beobachtung Rudolf Steiners, dass der soziale Organismus nur dann gesund funktionieren kann, wenn wir uns in jedem der drei Bereiche, im Geistesleben, im Rechtsleben und im Wirtschaftsleben, stets orientieren an dem jeweils sachgemäßen Prinzip – und dass der soziale Organismus krank werden muss, wenn die drei Bereiche daran gehindert werden, sich ihrem Wesen gemäß zu entfalten.
Wir fragen das Grundgesetz ….
Von hier aus fällt ein klärendes Licht auf Artikel 1 unseres Grundgesetzes. Er lautet: „Die Würde des Menschen…zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ …zu achten und zu schützen… heißt es da, und wir können fragen: Was genau hat die Staatsgewalt zu schützen, und was hat sie zu achten?
Die Schutz-Pflicht des Staates gilt dem 2. Grundbedürfnis, dem Bedürfnis nach individueller Selbstbestimmung, nach demokratischer Regelung der inneren und äußeren Sicherheit und nach einer unabhängigen Justiz, die die Bürger vor Missetätern ebenso schützt wie vor staatlicher Willkür.
Dagegen bezieht sich die Achtungs-Pflicht des Staates auf die beiden andern Grundbedürfnisse. Rücksichtsvoll hat sich die Staatsgewalt herauszuhalten aus der Gestaltung des Wirtschaftlichen und aus der Gestaltung des geistigen Lebens! Sie hat zu achten, dass das Geistesleben und das Wirtschaftsleben sich nach ihren eigenen Prinzipien entfalten müssen, dass sie ihre jeweils eigenen Verwaltungsorgane haben müssen, die nach eigenen Erfordernissen gewählt und geleitet werden.
Lichtjahre sind wir von dieser gesunden sozialen Ordnung entfernt: weil kein demokratischer Wille vorhanden ist, den Staat auf seine Schutzfunktionen zu beschränken und seine ungesunde Einflussnahme auf das Geistes- und Wirtschaftsleben zu unterbinden.
…. und stellen fest: Der Staat hätte das Bedürfnis nach Selbstbestimmung und Sicherheit und nach unabhängiger Justiz zu schützen – UND sich aus Achtungspflicht aus Geistesleben und Wirschaftleben herauszuhalten! Hätte.
Verheerende Folgen Staatlicher Willkür
Im Namen der Hygiene ist die Staatsgewalt dazu übergegangen, unser persönliches und soziales Leben auf einmalig brutale und zerstörerische Weise zu reglementieren, zu kontrollieren und zu terrorisieren. Und jeder, der trotz Propaganda bei Verstand geblieben ist, muss sich fragen, ob es da mit rechten Dingen zugeht – und was im Grunde die rechten Dinge im sozialen Leben wären.
Wir sahen, dass bestimmte Probleme der Hygiene einer sozialen Regelung bedürfen. Dass solche Regelungen aber nur dann zum Wohl der Menschen ausschlagen, wenn sie demokratisch durch verantwortlich gesinnte Menschen zustande kommen und nicht durch so autoritätsgläubige und sozial desinteressierte Abgeordnete, wie wir sie haben.
Wir sahen, dass die 3 Glieder des sozialen Organismus sich nach ihren jeweiligen Gesetzmäßigkeiten organisieren und entfalten müssen und dass der soziale Organismus, um gesund zu sein,
1. ein Geistesleben braucht, in dem sich alles unter dem Prinzip der Freiheit entfaltet,
2. ein Rechts- oder Staatsleben braucht, durch das sich das Prinzip der Gleichheit verwirklicht und
3. ein Wirtschaftsleben braucht, in dem die Menschen aus dem Impuls der Brüderlichkeit heraus für ihre Mitmenschen arbeiten.
Wie aber sieht es tatsächlich aus?
Ausverkauf des Geistesleben
Sehen wir auf das Geistesleben. Kann man da von Freiheit und Unabhängigkeit sprechen, wenn Staatsminister und Konzerne über die Besetzung von Lehrstühlen und damit über Forschung und Lehre entscheiden? Wenn, wie im März 2020, ein Innenminister Seehofer die Wissenschaftler mehrerer Institute und Hochschulen mit der Erstellung eines Pandemie-Rechen-Modells beauftragte, das bitteschön geeignet sein sollte, harte Maßnahmen zu rechtfertigen? Und wenn die Wissenschaftler in nur 4 Tagen das Gewünschte lieferten? Wenn diese Scharlatane wunschgemäß ein drohendes Massensterben und die Alternativlosigkeit brutalster Maßnahmen wie Lockdowns und Zwangsmaskierung beschworen, deren Zwecklosigkeit bis dato wissenschaftlicher Konsens war? Wenn diese Heuchler den Betrug noch perfektionierten mit der frei erfundenen Behauptung, unzählige gesunde Menschen würden die Seuche verbreiten, aber gottseidank könne man sie mit dem PCR-Test überführen? Wenn angesichts der Massennötigung zur sogenannten Impfung so gut wie die gesamte akademische Kaste beide Augen zudrückt in Punkto Wissenschaftlichkeit und Menschlichkeit? Wenn auch Pastoren und Bischöfe Verrat am Geist und an der Wahrheit übten, sich und ihr Gefolge zur neuen Angst- und Hygienereligion bekehrten, das neue Evangelium des krassesten leiblichen Egoismus verkündeten und die menschliche Zuwendung verteufelten? Wenn sie das Osterfest verwarfen, die Sakramente verwarfen, die Seelsorge verwarfen? Wenn sie die Heilsbotschaft von der Impfung predigten und die Ungeimpften verteufelten? Ja wenn auch Künstler und Lehrer sich selber geistig verleugneten? Wenn also ein vollständiger Ausverkauf des Geisteslebens vorliegt?
Aushöhlung des Rechtslebens: Wert und Würde des Menschen mit Füßen getreten
Kommen wir zur Gleichheit im Rechtsleben: Vor dem Gesetz, so heißt es, sind alle Menschen gleich. Wenn bei Rot anzuhalten ist, dann hast du bei Rot anzuhalten, egal wer du bist und was du bist. Aber jetzt haben wir plötzlich Gesetze, die so ähnlich klingen, wie: Bei Grün darfst du fahren, aber nur, wenn du geimpft, genesen oder getestet bist. Oder: Das Wohl und die Würde der Angehörigen sogenannter Risikogruppen sind schützenswerter als das Wohl und die Würde der Schulkinder.
So wird das Wohl der einen gegen das Wohl der anderen aufgerechnet und die Menschen werden zum bloßen Mittel, zum bloßen Objekt staatlichen Handelns. Es wird, wie das Bundesverfassungsgericht anlässlich der Entscheidung zum Luftsicherheitsgesetz feststellte, dem Menschen „der Wert abgesprochen, der ihm um seiner selbst willen zukommt.“ Durch ausnahmslos alle staatlichen Corona-Maßnahmen wurden so der Wert und die Würde aller Betroffenen mit Füßen getreten. Das konnte leichterhand durchgesetzt werden, weil es die Gewaltenteilung nur auf dem Papier gibt. Durch systematische Desinformation und raffinierte moralische Manipulation wurden die Funktionäre der Parteien, Parlamente und der Justiz auf Linie der Exekutive gebracht.
Konkurrenzdenken und Egoismus anstatt Brüderlichkeit im Wirtschaften führt zum Ruin
Und fragen wir drittens nach der Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben. Da hintertreibt der Staat gezielt die Brüderlichkeit, indem er das Konkurrenzdenken und damit den Egoismus fördert. Mittels der Machtbefugnisse von Wirtschafts- und Finanzministern missachtet der moderne Staat in gröbster Weise die Autonomie des Wirtschaftslebens. Wiederum im Namen der Hygiene und der inneren Sicherheit greift er ruinös in das Wirtschaftsleben ein, indem er unschuldige Gesunde zu „möglichen Krankheitsüberträgern“ erklärte und Berufsverbote erteilt; oder indem er pharmazeutische Firmen subventioniert und deren Produkte bewirbt, einkauft usw. Über den Machthebel der gesetzlichen Krankenversicherung werden die Zwangsversicherten zu Leibeigenen gemacht einer Regierung, die rein ökonomische Zwecke verfolgt und die Menschen den privaten Klinikbetreibern wie ein Handelsgut ausliefert und sie der Pharma- und Daten-Industrie zur Verwertung überlässt.
Wie ein gesunder sozialer Organismus mit diesem Problem umgehen würde
Unter dem Vorwand, in Punkto Hygiene für die innere Sicherheit zu sorgen, verleugnet die Staatsgewalt ihre oberste Pflicht: „Die Würde des Menschen…zu achten und zu schützen“.
Wir sahen: Die staatliche Gewalt schützt die Würde des Menschen nur dann sachgemäß, wenn sie im Rechts- und Staatsleben darüber wacht, dass alles sich an dem Prinzip der Gleichheit orientiert; und sie achtet die Würde des Menschen nur dann sachgemäß, wenn sie absolut respektiert, dass sich das Geistesleben und das Wirtschaftsleben eigenständig entfalten müssen: Das Geistesleben unter dem Prinzip der Freiheit und das Wirtschaftsleben aus den Impulsen der Brüderlichkeit.
Diese Dreigliederung des sozialen Organismus ist keine Erfindung Rudolf Steiners. Wie im 17. Jahrhundert William Harvey aufgrund seiner Beobachtungen die Gesetzmäßigkeiten des Blutkreislaufs aufzeigen und damit das physiologische Denken zurechtrücken konnte, so konnte im 20. Jahrhundert Rudolf Steiner aufgrund seiner anthropologischen und anthroposophischen Beobachtungen die sozialen Gesetzmäßigkeiten aufzeigen.
Führen wir uns am Beispiel der Hygiene konkret vor Augen, wie es in einem gesunden sozialen Organismus zu und hergehen müsste.
Ein absolut freies Geistesleben bildet die gesunde Lebensgrundlage des sozialen Organismus. Das freie Geistesleben beginnt da, wo der Mensch sich zu einer gesunden Skepsis gegenüber der eigenen Meinung und der Meinung der wissenschaftlichen Autoritäten befähigt. Wir leben nicht mehr im Zeitalter des Glaubens, sondern im Zeitalter des Wissens – und wenn wir das ignorieren, dann werden wir unausweichlich zum Opfer statt zum Mit-Gestalter der Verhältnisse.
Mensch, lerne das Staunen, wenn du ein freier Mensch werden willst!
Es gibt ja nichts Unwissenschaftlicheres als den Glauben an „die Wissenschaft“ oder an die Wissenschaftler. Und selber urteilsfähig werden wir gegenüber den Experten vor allem dadurch, dass auch wir das Staunen wieder lernen. Durch die Praxis des Staunens wächst das Empfinden für die Geistigkeit der Dinge und damit für die Sinnhaftigkeit der Geisteswissenschaft. Das stärkt und festigt unseren Orientierungssinn für Wahrheit und Lüge und für den Wert und die Würde eines jeden Menschen.
Dadurch können wir die Realität der konkreten Menschen nie mehr aus dem Auge verlieren und Politiker und deren Experten werden uns nichts mehr vormachen können. Selbstverständlich brauchen wir Fachleute, und auch für die Fragen der Hygiene. Und das sollten Menschen sein, die dazu befähigt sind, sich um die entsprechenden Erkenntnisse zu bemühen – und die das völlig frei tun können, völlig unabhängig von allem, was nicht mit reiner Erkenntnis zu tun hat. Was da der einzelne Forscher leisten kann zum Besten seiner Mitmenschen, das muss ganz allein aus seinen Fähigkeiten hervorgehen, darüber darf es keine staatlichen Normen geben, darüber darf es auch keine Abhängigkeit von wirtschaftlichen Interessen geben, das muss voll und ganz in die persönliche Verantwortlichkeit des einzelnen Forschers gestellt sein. – Und nur in dem Fall,dass das Erforschte auch der inneren Sicherheit dienen könnte, kommt dann das staatliche Rechtsleben ins Spiel. Da geht es um die Frage, ob und ggf. wie dasjenige, was der Einzelne aufgrund seiner Fähigkeiten erforscht und erkannt hat, im praktischen Leben zur Anwendung kommen soll.
Mensch, befähige dich zu einem mündigen eigenen Urteil!
Und das funktioniert in einem Rechtsstaat so, dass wir über die Ratschläge abstimmen, die aus dem Geistesleben an uns herangetragen werden. Damit wir aber darüber abstimmen können, müssen wir uns zunächst um ein Verständnis dessen bemühen, was jener fähige Mensch erarbeitet hat; denn demokratiefähig werden wir für jeden einzelnen Fall erst dadurch, dass wir uns – aufgrund eines lebendig verinnerlichten, ganzheitlichen Menschenbildes – ein eigenes Urteil gebildet haben über das, worüber wir abstimmen werden – in diesem Fall also über ein bestimmtes Problem der Hygiene.
Mensch, wirtschafte für die echten Bedürfnisse deiner Brüder und nicht für den Profit!
Da beschließen wir vielleicht, dass in Kläranlagen eine bestimmte Filter-Technik zum Einsatz kommen soll. Schön und gut; aber damit diese Technik auch zur Anwendung kommen kann, muss ein Wirtschaftsleben da sein, wo die Menschen willens und bereit sind, diese Filter auch zu produzieren. Allgemein gesprochen: Die im Wirtschaftsleben Tätigen müssen die Bereitschaft aufbringen, die Impulse aufzugreifen, die aus den Erkenntnissen des freien Geisteslebens entspringen. Der soziale Organismus als ganzer ist gesund, wenn die Wirtschaft dasjenige produziert, was wir eingesehen und demokratisch beschlossen haben, dass wir es brauchen. Der gegenwärtige soziale Organismus hingegen ist todkrank, weil die Wirtschaft (an unseren echten Bedürfnissen vorbei) nur das produziert, was den meisten Profit erbringt.
Die Krankheit heißt: Einheitsstaat in Verbindung mit Rechtsbruch und Wissenschaftsbetrug
Dieser letzte Abschnitt soll zeigen, dass die antisoziale Corona-Politik, die auf Wissenschaftsbetrug und Rechtsbrüchen fußt und global zu einer gigantischen finanziellen Macht-Konzentration auf wenige Menschen geführt hat, nur ein Symptom einer chronisch verschleppten Krankheit ist. Diese Krankheit zeigt sich u. A. darin, dass der Staat den sozialen Organismus als ganzen vereinnahmt hat. Dieser Einheitsstaat bildet ein großes Hindernis für eine Gesundung des sozialen Organismus.
Zu beschränken hätte sich der Staat auf das Rechtsleben und auf die demokratische Regelung der inneren und äußeren Sicherheit. Stattdessen hat er sich vor allem den Einfluss auf das Geistesleben gesichert, um vom Kindergarten an bis zum Hochschulabschluss das Empfinden, Denken und Wünschen der Menschen zu manipulieren. Im Grunde ist die gegenwärtige Menschheitskatastrophe eine vom Staat, aber im Interesse wirtschaftlicher Egoismen vorangetriebene Bildungs-Katastrophe.
In einem gesunden sozialen Organismus hat im Geistesleben ausschließlich das Prinzip der Freiheit zu herrschen, im Rechts- oder Staatsleben ausschließlich das Prinzip der Gleichheit und im Wirtschaftsleben ausschließlich das Prinzip der Brüderlichkeit.
Derzeit haben wir keine Freiheit im Geistesleben. Stattdessen haben wir Freiheiten an falscher Stelle, nämlich im Rechts- und Wirtschaftsleben. Im Rechtsleben nehmen Politiker, Staatsanwälte und Richter sich die Freiheit, im Namen einer scheingeistigen Ideologie Recht und Gesetz und damit das Gleichheitsprinzip willkürlich außer Kraft zu setzen.
Und im Wirtschaftsleben richtet das staatlich geschützte Freiheitsprinzip großen Schaden an, indem es den wenigen Starken einen rücksichtslosen Haifisch-Kapitalismus ermöglicht.
Derzeit herrscht im Rechtsleben nicht durchgängig das Prinzip der Gleichheit. Stattdessen richtet dieses Gleichheitsprinzip im Geistes- und Wirtschaftsleben großen Schaden an: Im Geistesleben erstickt das verirrte Gleichheitsprinzip alles echte, nur dem individuellen Gewissen verpflichtete Forschen und Arbeiten und macht die dort Tätigen zu uniformen, austauschbaren Werkzeugen der akademischen Gruppenseele, die keine Freiheit und keine individuelle Vielfalt erträgt, sondern von Zwängen und Dogmen lebt.
Und im Wirtschaftsleben zwingt das missbrauchte Gleichheitsprinzip die lohnabhängige und damit erpressbare Masse der Schwachen in den staatlich verwalteten Sozialismus. Derzeit herrscht im Wirtschaftsleben das antisoziale Prinzip des Egoismus und keine Brüderlichkeit.
Eine Pseudo-Brüderlichkeit hingegen treibt im Rechts- und Geistesleben ihr Unwesen: Im Geistesleben unterdrückt die deplatzierte Brüderlichkeit den fruchtbaren wissenschaftlichen Streit und fördert eine mafiösen Kameraderie unter den Menschen und mit den Mächtigen aus Politik und Wirtschaft. Das bedeutet: Nur wer sein Ich aufgibt und sich unterwirft, bekommt Posten, Verdienstkreuze und Forschungsgelder.
Und im Rechtsleben verrät der Staat durch seinen deplatzierten Appell an die Brüderlichkeit das Gleichheitsprinzip und übt moralischen Druck auf uns aus, „solidarisch“, wie es heißt, auf die eigene Sicherheit, auf das eigene Wohl und vor allem auf die eigenen Grundrechte zu verzichten zugunsten der angeblichen Sicherheit, des angeblichen Wohls und der angeblichen Rechte eines angeblich „höherwertigen“ „großen Ganzen“.
Das heißt: „Gib dein Ich auf und unterwirf dich!“: Ideologien, Haifisch – Kapitalismus, Egoismus, Herrschaft der Mächtigen, mafiöse Kameraderie als Folge eines Einheitsstaat in Verbindung mit Rechtsbruch und Wissenschaftsbetrug
Skizzieren wir zum Abschluss noch einmal ein Bild des gesunden sozialen Organismus am Beispiel der Hygiene.
Der gesunde Organismus
Der produktive Schoß jeder Gemeinschaft ist das freie Geistesleben. Wenn nun dieser Schoß z.B. eine Idee zur technischen Verbesserung der allgemeinen hygienischen Sicherheit hervorbringt, dann ist die Gemeinschaft der Gleichberechtigten im Rechtsleben aufgerufen, diese Idee mit echtem Menschenverständnis entgegenzunehmen, zu untersuchen und demokratisch darüber abzustimmen, ob und wie diese Idee in die Hygiene-Gesetzgebung einfließen soll. Und wenn sie tatsächlich Gesetz geworden ist, dann wird sie weiter in das Wirtschaftsleben getragen – und das von Eigennutz und staatlichen Impulsen unabhängige Wirtschaftsleben kommt in die Lage, das zu produzieren, was zum Schutz der inneren Sicherheit für eine echte, wahre Hygiene gebraucht wird. Dann wird sich aber auch – und nur dann – jener Hochsinn im Wirtschaftsleben entfalten können, jener altruistisch-brüderliche Hochsinn, der notwendig ist, damit im sozialen Leben eine menschengemäße Hygiene gepflegt werden kann.
Wo dagegen der Egoismus herrscht, wo der bloße Erwerbssinn herrscht, da können sich die Impulse des freien Geisteslebens nicht geltend machen. Und dann wird dieses Geistesleben abhängig und verdorben von Außergeistigem: von staatlich-politischen und wirtschaftlichen Interessen; und zwangsläufig wird das Wirtschaftliche zum Herrn über das Geistige und damit auch über die Gesetzgebung. So wurde das Infektionsschutzgesetz umfunktioniert zu einem Ermächtigungsgesetz, und die Hygiene wurde zu einer Waffe staatlicher Willkür und zu einer sprudelnden Macht-Quelle der Pharma-, Finanz- und Daten-Industrie.
Der gegenwärtige soziale Organismus ist krank, weil wir kein funktionierendes Geistesleben bzw. überhaupt kein eigentliches Geistesleben haben. Was wir stattdessen haben, ist eine von außergeistigen Interessen gesteuerte Behauptungs-, Informations- und Meinungs-Industrie. Niemals wird die Gesellschaft dadurch gesunden, dass wir bessere Gesundheitsminister, bessere Bildungsminister usw. bekommen – sondern allein dadurch, dass wir überhaupt keine staatlichen Gesundheits-, Bildungs- und Forschungsminister mehr haben werden und dass ein freies Geistesleben sich entfalten wird, das sich selbst organisiert und sich auf nichts anderem gründet als auf der reinen Ehrfurcht jedes Einzelnen gegenüber Wahrheit und Erkenntnis.
Ohne die Ehrfurcht gegenüber Wahrheit und Erkenntnis wird uns im Geistesleben der Orientierungssinn für Wahrheit und Lüge endgültig abhanden kommen;
Ohne die Ehrfurcht gegenüber Wahrheit und Erkenntnis wird uns im Rechtsleben das sichere Gefühl für Gerechtigkeit, für Recht und Unrecht und für den Wert und die Würde eines jeden Menschen vollständig verlassen;
Ohne die Ehrfurcht gegenüber Wahrheit und Erkenntnis werden wir im Wirtschaftsleben niemals in genügender Stärke den moralischen Sinn und die Motivation entwickeln für ein brüderliches Geben und Nehmen.
Und damit bin ich am Ende meiner Betrachtungen zum Thema «Die Hygiene als soziales Problem» angelangt. Ich hoffe, dass sie dazu beitragen konnten, die Aufmerksamkeit auf die Lebensbedingungen des Sozialen zu lenken und zu weiterführenden Fragen und Suchbewegungen anzuregen.
Der Denkspruch Rudolf Steiners, der diese Betrachtungen begleitet, erinnert auf seine Weise daran, dass der zukunftsträchtige produktive Schoß unseres sozialen Miteinanders nicht das Wirtschaftliche und schon gar nicht das Politische ist, sondern das freie, weitausgreifende, tief einlässliche und immerzu im vielfältigen Suchen sich erfrischende Geistesleben:
Die Welt ist ohne den Geist
Für den Menschen wie ein Buch,
Abgefasst in einer Sprache,
Die er nicht lesen kann,
Doch von dem er weiß
Dass sein Inhalt lebenbestimmend ist.
Und Geisteswissenschaft will erstreben
Die Kunst des Lesens;
Sie hält sich für notwendig,
Weil sie glauben muss,
Dass sie von dem Leben
Selbst gefordert wird,
In das die Menschheit
Durch die Entwickelungskräfte
Der Gegenwart
Eingetreten ist.
Menschen, bitte kommt jetzt ins Tun! Im Denken, Reden und im Handeln!
