Rainer Schnurre, 21.01.2021
Warum können wir bisher, als an Anthroposophie Interessierte, nicht im großen Stile für die «Dreigliederung des sozialen Organismus» zusammenarbeiten?
Wer in gegenwärtiger Zeitenlage nicht fähig wird im Großen zusammenzuarbeiten, bewegt sich auf die Bedeutungslosigkeit zu. Brennende soziale Fragen erfordern brüderliche Zusammenarbeit. Anthroposophie ist der Menschheit übergeben, nicht nur einer «Gesellschaft». – Stellen doch die heutigen weltpolitischen Verhältnisse einen Totalangriff auf die freie menschliche Individualität dar, deshalb ist es zugleich auch ein Angriff auf die Anthroposophie.
«Geistiger Widerstand»
Ich spreche zunächst von «geistigem Widerstand» als einer Grundfähigkeit des freien, selbstständig denkenden Menschen. – Deshalb ist der reaktionäre Einheitsstaat gerade jetzt auf die Unterdrückung alles selbstständigen individuellen Denkens ausgerichtet.(1)
Die Freude, in der Begegnung zwischenfreien Menschen, ist ein lebenspendender Kraftpol. Ist es nicht eine Freude, Anteil nehmen zu dürfen an der Freiheit eines anderen Menschen? Freiheit will errungen werden, sogar die Freiheit, die sich an einem fremden selbstständig denkenden Menschen ehrlich erfreut. – So komme ich zum Du.
Die menschliche Begegnung – auch ein Ort der Gleichheit
Zunächst besteht die Kunst darin, die Gleichheit ebenso in der menschlichen Begegnung bewusst zuerleben. Dazu muss ich den Unterschied zur Freiheit kennen, dass der andere Mensch, das Du, das andere Ich, gleich mir, sein Mensch-Sein darlebt, und dass uns schon dieses gleich macht. Dann begegnen wir uns bewusst in der Du-Sphäre, die zugleich die Gleichheitssphäre ist und erkennen, dass es dort anders zugehen muss, als in der Freiheits-Sphäre, der Ich-Sphäre. Wie kann ich mich mit dem anderen Mensch in gegenseitiger Freiheit wachbewusst in der Gleichheits-Sphäre bewe-gen, trotz aller individuellen Unterschiede?, die in dieser Sphäre keine Rolle spielen. Im «Zwischen-Uns» ist der Ort erreicht, an dem die Menschenwürde gewürdigt und missachtet wird. An dieser Schmerzgrenze menschlicher Begegnung beginnt die Kunst im Sozialen, auch dem zuzuhören, der sich so ganz anders darlebt als ich.
Die Du-Sphäre ist aber zugleich der Ort der Zusammenarbeit.
In der Du-Sphäre bin ich nie allein.(2) Da ist immer auch die Andere, die andere menschliche Seele, mit ihrem fremden Denken, ihrem fremden Fühlen, ihrem fremden Wollen. – Sogar die gegenseitigeFremdheit lässt uns Gleichheit erleben. Die Kunst ist hier, sich auch an der Fremdheit des anderen Menschen zu erfreuen. Ist die gegenseitige Fremdheit nicht das mit Interessanteste in der menschlichen Begegnung? Wer kennt nicht die Entdeckung eigener fremder Seiten seiner selbst, in der Begegnung mit einem anderen fremden Geist. Allein dafür kann ich doch schon dankbar sein.
Verständnis für das «fremde» Wollen
Was ist das Anstrengende an der Fremdheit des anderen Menschen? Die erste Überanstrengung entsteht durch meinen eigenen Widerstand, indem ich mich nicht wirklich der Fremdheit des anderen aussetze. Schon dadurch kann ich nicht mehr unbefangen zuhören und mich auch nicht mehr in fruchtbarer Weise mit ihm und seinen Ideen auseinandersetzen. Wir kommen zu einer förderlichen Zusammenarbeit doch erst, wenn mir diese «Anstrengung», auf den anderen Menschenwirklich einzugehen, nicht mehr zu anstrengend ist. «Zu anstrengend» ist kein Argument, sondern Bequemlichkeit, seelische Trägheit. – Schon dieses Eine praktiziert, kränkt. Die seelische Trägheit vertausendfacht ausgeübt, fördert ein «brütendes Milieu». Und dieses Milieu der Ignoranz brütet gleichzeitig ein weiteres Problem aus, das zu sozialer Karzinom-Bildung führt.
Das Problem der «Seilschaften-Bildung»
«Seilschaften» entstehen im Gefolge der beschriebenen «Milieu-Bildung», so wie viel Regen viele Pilze aus dem Boden sprießen lässt. Was geschieht nun durch «gebildete Seilschaften» im mensch-lichen Miteinander? Einerseits entstehen Cliquen, die zu latenter Sektenstimmung führen und andererseits Ausgrenzungen mit sich bringen. – Jetzt wird gerne erwidert: Wir können doch nicht mit jedem gut zusammenarbeiten. – Das stimmt. – Aber wie lernen wir gut zusammenzuarbeiten? Durch Ausgrenzung lernen wir es nicht. Meist fehlt nur Wohlwollen. Fehlt jedoch ein gegenseitiger guter Wille, so ist dies ein sicheres Zeichen mangelnder Selbsterziehung. In gebildeten Seilschaften bleibt man radikal unter sich. «Man kennt sich», weiß um die Mucken und Macken des anderen, hat sich sogar an sie gewöhnt. Wir sind ja Menschen und niemand ist vollkommen, sagt man. «Gebildete Seilschaften» sind nicht nur freiheitsfeindlich, sondern fördern zugleich eine Entindividualisierungs-Tendenz. Dagegen wird der freie Mensch sein eigener Souverän, der sich keiner Autorität mehr unterwirft und deshalb niemals eine Seilschaft bilden und auch an keiner teilnehmen wird. Er bleibt selbst-ständig, auch wenn er mit vielen Menschen zusammenarbeitet. Er ist nicht mehr anlehnungsbedürftig, denn er liebt die Freiheit des anderen Menschen, wie seine eigene. Seilschaften dagegen verhindern brüderliche Zusammenarbeit. Wer mit der «Sozialen Dreigliederung» seinem Volk dienen will, muss groß denken, weitherzig empfinden und brüderlich gemeinsam handeln können und wollen.
Die «Macher»
Mit « den Machern» meine ich Menschen, die Dinge praktisch in die Welt stellen, weiter nichts. Füreine umfassende, stoßkräftige Zusammenarbeit, die die Idee der Dreigliederung in die breite Öffent-lichkeit tragen kann, braucht man nicht nur einen «Macher» oder eine «Macherin», sondern wir brauchen die souveräne Zusammenarbeit sehr vieler Macher und Macherinnen. Dieser zentralen Herausforderung sind wir bisher nicht gewachsen. Profan ausgedrückt: «Jeder Macher macht nur sein Ding»(3). So kann Zusammenarbeit im Großen nicht entstehen (4). So lange wir Zusammenarbeit im Großen nicht üben, lernen wir sie auch nicht. Wir müssen sie aber im allergrößten Stil lernen, wenn der Impuls der Dreigliederung nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken soll. Wir benötigen einen starken michaelischen Willen zur Zusammenarbeit, um uns gemeinsam ganz und gar Michael zur Verfügung zu stellen. – Denn wir sind angewiesen auf die Intuitionen von jenseits der Schwelle, um die drei bedeutenden sozialen Fragen zeitgemäß zu beantworten (5). Was 2021/ 2022 zu geschehen hat, steht nicht in den Büchern. Wir brauchen, durch die gegenwärtigen Weltverhältnisse genötigt, neue Imaginationen, Inspirationen und Intuitionen von jenseits der Schwelle, die viel gewaltigere sein werden, sobald wir brüderlich auch im ganz Großen zusammenarbeiten.
Macher brauchen «Mitmacher»
Das Problem der Macher besteht zunächst darin, dass sie meist sehr viele Menschen brauchen die mitmachen. So sucht jeder Macher möglichst viele «Mitmacher» zu gewinnen. Hier entsteht die erste Schwächung umfassender Zusammenarbeit: «Einzelne Macher brauchen viele Mitmacher». Aber kein Mensch kann überall mitmachen.-
Diese «Macher» kommen, da sie nur Mitmacher suchen, zu keiner übergreifenden Zusammenarbeit. Wir sind aber angewiesen auf den guten Willen zur Zusammenarbeit mit vielen anderen Machern und Macherinnen, die souverän aus der Freiheit heraus, zusammenarbeiten können. Denn selbst wenn einzelne Macher viele Mitmacherinnen und Mitmacher gewinnen, entwickeln sie trotzdem nicht die notwendige geistige Stoßkraft zu einem großen Wurf. – Die Herausforderungen 2021/2022 sind eben sehr andere, viel, viel größere.
Nicht übersehen werden darf in diesem Zusammenhang die Eigenverantwortung der «Mitmacher» und «Mitmacherinnen». Denn wenn jene eben nur dort mitmachen und die hier beschriebenen Probleme nicht im wachen Bewusstsein haben, unterstützen sie einerseits die Verhinderung der Zusammenarbeit im Großen und andererseits entziehen sie dem Großen ihre eigenen kreativen Kräfte. – Es geht nicht um eine Unterordnung unter ein, zwei oder drei «Macher». Wir benötigen sehr viele souveräne, freie, selbstständig denkende Individualitäten, die sich willentlich frei auch zurücknehmen und auf Machtausübung verzichten können. Und die die Freiheit von der Gleichheit unterscheiden können, sowie sich brüderlicher Zusammenarbeit gewachsen fühlen. – Macherinnen und Macher werden so lernen einander zu dienen, damit AnthropoSophia wesenhaft zwischen ihnen erscheinen und wirken kann. Solange diese brüderliche Zusammenarbeit nicht praktisch geübt wird, kann die «Dreigliederung des sozialen Organismus» auch nicht verwirklicht werden. Wir müssen Ihr gemeinschaftlich dienen (6), wollen, damit endlich die notwendige geistige Stoßkraft entsteht.
Der wahre Zeitgeist – Michael will seit 1879 die «Dreigliederung des sozialen Organismus»
40 Jahre später, nach einer gigantischen Vorarbeit, kann Rudolf Steiner den erste praktischen Schritt einleiten. Alle reaktionären Wesen, Kräfte und Menschen stemmten sich dagegen und verhinderten das Gelingen. 70 Jahre später haben wir im nächsten welthistorischen Augenblick des Jahres 1989 in Deutschland völlig versagt. Weitere 30 Jahre, 2019 lagen 100 Jahre «Dreigliederungsimpuls» hinter uns, ohne durchschlagenden gesellschaftlichen Erfolg. – Die Jahre 2020, 2021, 2022 sind in gewisser Weise die drei Christus-Jahre7 und somit von besonderer Bedeutung.
Die Dreigliederung des sozialen Organismus ist die «Christus gemäße Gestalt»,
wenn sie durch die geisteswissenschaftliche Erkenntnis in Mitteleuropa verwirklicht werden wird (8). Das heißt zugleich die Abkehr vom Götzendienst für den Einheitsstaat. – Und gerade dieser bäumt sich in reaktionärster Weise im Beginne der Christus-Jahre zur absoluten Tyrannis gegen die menschliche Individualität auf und implantiert stattdessen sein materialistisch-atheistisches «Herden-Bewusstsein» in die Menschheit. Das ist der bisher fürchterlichste Angriff auf die Freiheit und Souveränität der selbstbestimmten menschlichen Individualität. – Heutige Politiker spielen sich zu «Sonnenkönigen» auf: „Wir sind der Staat!“ und ihr habt unsere Untertanen zu sein. – Nein, das sind wir nicht mehr. Diese Zeiten sind endgültig vorbei. Der freie Mensch lässt sich nicht regieren. Er ist sein eigener Souverän geworden, derselbstverantwortlich handelt und die Freiheit des ande-ren Menschen wahrt; ganz im Gegensatz zu heutiger Politik, die sich anmaßt, die «Deutungshoheit über die Wahrheit» für sich allein zu beanspruchen und sie mit aller Gewalt gegen das Volk durch-setzt. Damit verstößt sie massiv gegen die Freiheit und die dazugehörige Selbstverantwortung der menschlichen Individualität, missbraucht die Demokratie (Gleichheit), um auch noch die sehr labilen sozialen menschlichen Verbindungen (Brüderlichkeit) systematisch zu zerstören. So wird zugleich der «Dreigliederung des sozialen Organismus» die Grundlage entzogen, indem die Verwirklichung von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit verunmöglicht wird.Wer aber schützt die Völker vor solcher Politik und solchen Politikern?, deren Willkür wir weitest-gehend schutzlos solange ausgesetzt sind, bis wir eine lebensbejahende Alternative aufzeigen.
Der Lösungsansatz
Wir wissen, dass die «Dreigliederung des sozialen Organismus» die ehrliche Alternative zum bestehenden gesellschaftlichen Chaos ist. Aber was nützen in solchen Zeiten zahlreich vereinzelte Macher ohne Lobby? Wir brauchen die dienende Zusammenarbeit aller, im größtmöglichen Stile, für das eine große gemeinsame Ziel: die Verwirklichung der «Sozialen Dreigliederung». Dazu braucht es den freien schöpferischen Gestaltungs-Willen jedes einzelnen Menschen, um einem ganzen Volk, durch die «Dreigliederung des sozialen Organismus» selbstlos zu dienen – bis sie realisiert ist, wie lange dieser Geisteskampf auch dauern mag. – Dazu werden gewaltige Opferkräfte benötigt, nicht nur Vorträge und Tagungen. Wir brauchen unendliche Geduld, geistige Kampfbereitschaft, Friedenswillen und unbeugsames Wohlwollen zu brüderlicher Zusammenarbeit, aus der Freiheit heraus, damit wir den Menschen wahrhaft dienen. Dazu brauchen wir nicht vereinzelte «Macher», sondern souveräne freie menschliche Individualitäten, die die Fremdheit und die Freiheit der anderen Menschen lieben, wie die eigene. Wer aber darf es wagen, sich als eine Individualität zu fühlen?
„Es müssen die Blicke, die heute das soziale Elend schauen, wenn man den richtigen Gesichtspunkt hat, dahin führen, dass die Menschen «mea culpa»(9) sagen, dass jeder Mensch «mea culpa» sagt. Denn dass der einzelne Mensch als Individualität sich fühlt, schließt nicht das aus, dass er auch mit der ganzen Menschheit sich verbunden fühlt. Man hat in der Menschheitsentwickelung nicht das Recht, sich als Individualität zu fühlen, wenn man sich nicht zu gleicher Zeit als Angehöriger der ganzen Menschheit fühlt. – Das ist, ich möchte sagen, der Grundton, die Grundnote, die aus einer jeden Philosophie der Freiheit kommen muss, die den Menschen in einer ganz anderen Art hinstellen muss in die soziale Ordnung. Die Fragen werden dann ganz anders.“(10)
Der Film: „Von Vor dem Sturm“ oder die «Dreigliederung des sozialen Organismus» ist auf drei DVDs zuerhalten: http://chmoellmann.de/was_ist_neu-/was_ist_neu-.html, Verlag Christoph Möllmann. Unter www.alternativ3gliedern.com findet man – unter anderem – ein Film-Tagebuch.
Diesen Film möchte ich allen Menschen empfehlen, die nach Wegen suchen, wie eine lebensfreundliche neue Gesellschaft und ein menschenwürdiges Zusammenleben unter Menschen möglich gemacht werden könnten. Vor allem Menschen, die schon von der Dreigliederung des sozialen Organismus gehört haben oder sich bereits dafür begeistern, weil sie erkennen oder fühlen, dass hier ein machtvolles Heilmittel gegeben ist gegen diese tyrannische Gewalt, die gerade weltweit dabei ist, alles Menschliche zu zerstören. Elke Grözinger
Fußnoten:
(1)Rudolf Steiner (1916): „Die Gegenwart hat es noch recht gut gegenüber dem, was da kommen wird, wenn die westliche Entwickelung immer mehr und mehr ihre Blüten treibt. Es wird gar nicht lange dauern, wenn man das Jahr2000 geschrieben haben wird,“ (Stichtag: 11. September 2001) „da wird nicht ein direktes, aber eine Art von Verbot für alles Denken von Amerika ausgehen, ein Gesetz, welches den Zweck haben wird, alles individuelle Denken zu unterdrücken. Auf der einen Seite ist ein Anfang dazu gegeben in dem, was heute die rein materialistische Medizin macht, wo ja auch nicht mehr die Seele wirken darf, wo nur auf Grundlage des äußeren Experiments der Mensch wie eine Maschine behandelt wird.“ (GA 167, Gegenwärtiges und Vergangenes im Menschengeiste, S. 98/99.)
(2)Und doch kann ich auch hier heutzutage oftmals eisige Einsamkeit erleben, mitten unter Menschen.
(3) Zum Beispiel: Gemeinwohl Ökonomie, Omnibus für die direkte Demokratie, Sozialwissenschaftliche Sektion, Regionalwährung, Akademie-Zukunft-Mensch, Kreditinitiative, Top 100 – Weltenwandler, Achberger Initiative, Institut für die soziale Frage, Bedingungsloses Grundeinkommen und so weiter und so weiter …
(4) Ich spreche hier nicht etwa nur von dem heute so beliebten «Vernetzen» und «Verlinken». Das mag notwendig sein, hat aber mit einer landesweit übergreifenden Zusammenarbeit nichts zu tun. Es müssen sich dazu kreative Menschenmit vielen anderen schöpferischen Menschen gemeinsam unbefangen beraten können. – Ich spreche hier von neuen sozialen Fähigkeiten, die durch strenge Selbsterziehung errungen werden.
(5) Die Geistesfrage, die Rechtsfrage und die Wirtschaftsfrage.
(6) Rudolf Steiner: „Die Idee der Dreigliederung ist eben eine solche, der man ganz dienen muss, wenn man ihr über-haupt dienen will.“ GA 24, Über die Dreigliederung des sozialen Organismus und zur Zeitlage / S.124.
(7) Die Geisteswissenschaft spricht vom 33 1/3 Jahresrhythmus, der seit dem Mysterium von Golgatha besteht. Er setzt sich zusammen aus den 30 Jesus-Jahren und seit seiner Taufe durch Johannes den Täufer, aus den 3 1/3 Christus-Jahren, bis zum Karfreitags-Geschehen am 3. April 33.
(8)Rudolf Steiner: „Die Brücke zwischen der Weltgeistigkeit und dem Physischen des Menschen“ / GA 202 / S.258 .
(9) „meine Schuld“
(10)Rudolf Steiner, GA 305, «Die geistig-seelischen Grundkräfte der Erziehungskunst / Spirituelle Werte in Erziehung und sozialem Leben», Vortrag in Oxford, vom 29. August 1922.